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Deutsches Rotes Kreuz
Kreisverband Bonn e.V.
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Weitere Geschichte von DRK und IKRK

1869 gründen die zwölf deutschen Landesvereine vom Roten Kreuz das Centralkomité der deutschen Vereine zur Pflege im Felde verwundeter und erkrankter Krieger mit Sitz in Berlin.

Roter Halbmond

1876 wird der Rote Halbmond erstmals vom Osmanischen Reich während der Kriegs mit Russland als Schutzzeichen verwendet.

Am 18. Oktober 1907 wird das zweite Genfer Abkommen mit dem Titel Abkommen zur Verbesserung des Loses der Verwundeten, Kranken und Schiffbrüchigen der Streitkräfte zur See beschlossen (X. Haager Abkommen).

Am 5. Mai 1919 wird die Liga der Rotkreuz-Gesellschaften in Paris gegründet. Später wird sie in Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften umbenannt. Die Aufgaben liegen im Gegensatz zum IKRK nicht in Hilfsaktionen bei bewaffneten Konflikten, sondern in der Koordination der Hilfsaktionen bei Natur- und Zivilisationskatastrophen sowie in der Hilfe für Flüchtlinge und Vertriebene außerhalb von Konfliktgebieten.

Deutsches Rotes Kreuz

Am 25. Januar 1921 werden alle deutschen Landesvereine und Landesfrauenvereine zum Deutschen Roten Kreuz e.V. (DRK) mit Sitz in Berlin zusammengeschlossen.

1922 wird das DRK durch das IKRK anerkannt und in die Liga der Rotkreuz-Gesellschaften aufgenommen.

Am 27. Mai 1925 wird das Deutsche Jugendrotkreuz gegründet.

Am 27. Juli 1929 wird das dritte Genfer Abkommen mit dem Titel Abkommen über die Behandlung der Kriegsgefangenen beschlossen und der Rote Halbmond zusammen mit dem Roten Löwen mit Roter Sonne (ausschließlich von Persien verwendet) als Schutzzeichen anerkannt.

Ab dem 23. Dezember 1937 gilt das Gesetz über das Rote Kreuz: Das DRK verliert alle Wohlfahrtseinrichtungen und das Jugendrotkreuz, die Organisation wird nach dem Führerprinzip strikt hierarchisch neu gegliedert.

Am 12. August 1949 wird das vierte Genfer Abkommen mit dem Titel Abkommen zur Verbesserung des Loses der Verwundeten und Kranken der Streitkräfte im Felde; zur Verbesserung des Loses der verwundeten, Kranken und Schiffbrüchigen der Streitkräfte zur See; über die Behandlung der Kriegsgefangenen; zum Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten beschlossen.

Am 4. Februar 1950 wird das DRK in der Bundesrepublik auf dem Rittersturz in Koblenz neugegründet. Das Generalsekretariat wird in Bonn untergebracht und 1952 durch das IKRK anerkannt.

Am 23.Oktober 1952 wird das DRK in der DDR mit Sitz in Dresden gegründet und 1954 durch das IKRK anerkannt.

1965 werden die sieben Rotkreuz-Grundsätze verkündet. Sie sind bis heute die Grundlage für das Handeln des Roten Kreuzes.

1977 werden zwei Zusatzprotokolle zu den Genfer Abkommen mit zusätzlichen Regelungen für internationale bewaffnete Konflikte (Protokoll I) und nationale bewaffnete Konflikte (Protokoll II) verabschiedet.

Roter Löwe

1980 verzichtet der Iran nach dem Sturz des Schah von Persien auf die Verwendung des Roten Löwen mit Roter Sonne und nimmt statt dessen den Roten Halbmond an.

1982 nimmt die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften als Zeichen das Rote Kreuz und den Roten Halbmond auf weißem Grund an.

Zum 1. Januar 1991 treten die sechs aus dem DRK der DDR neu gebildeten Landesverbände dem Deutschen Roten Kreuz bei. Das DRK der DDR löst sich auf. Das Generalsekretariat wird nach Berlin verlegt. Am 3. Mai 1991 erkennt das IKRK die Ausdehnung des DRK auf das gesamte Bundesgebiet an.

Roter Kristall

Am 6. Dezember 2005 wird das dritte Zusatzprotokoll verabschiedet, in dem als zusätzliches Schutzzeichen der rote Kristall eingeführt wird. Es sollte ein religionsneutrales Zeichen gewählt werden. Die jeweilige nationale Organisation kann innerhalb des Vierecks ein eigenes Zeichen (z.B. den Davidstern) implementieren.

Einen tabellarischen Überblick über die Rotkreuz-Geschichte und einen tabellarischen Lebenslauf von Henry Dunant gibt es unter www.drk.de/generalsekretariat!

Die Genfer Konventionen gibt es zum Download unter www.drk.de/voelkerrecht!