Kontakt
Kreisverband Bonn e.V.
Bereitschaft Bonn rechtsrheinisch
Pützchens Chaussee 200
53229 Bonn
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Fahrzeugarten
Krankentransportwagen (KTW):
Ist zum Transport von Patienten gedacht, die nicht lebensgefährlich verletzt, aber zu krank für ein Taxi sind (weil sie z.B. liegend transportiert werden müssen). Der Fahrer muß mindestens Rettungshelfer (RH) sein und der Beifahrer mindestens Rettungssanitäter (RS). Auf einen KTW muß man auch schon mal eine Stunde warten, da er sich wie jeder andere PKW im Stadtverkehr bewegt und keine Sonderrechte in Anspruch nimmt. Der Krankentransport wird in Bonn von den vier Hilfsorganisationen (ASB, DRK, JUH, MHD) in Kooperation mit dem städtischen Rettungsdienst übernommen. Die Krankenwagen haben ihre Standorte bei den Hilfsorganisationen.
4-Tragen-KTW:
Hat die gleiche Funktion und die gleiche Besatzung wie ein KTW. Es können allerdings 4 Patienten gleichzeitig liegend transportiert und versorgt werden. Meistens handelt es sich hierbei um Fahrzeuge des Katastrophenschutzes (Bund). Diese Fahrzeuge werden nur im ehrenamtlichen Bereich verwendet und finden sich somit häufiger bei Sanitätsdiensten.
Behelfs-KTW (B-KTW):
Dies ist eine Mischung aus KTW und MTW. Seine übliche Funktion ist die eines MTW`s (siehe unten). Im Bedarfsfall können die hinteren Bänke umgeklappt und ein Tragentisch ausgeklappt werden. Dort kann ein Patient liegend transportiert werden. Ausgestattet ist der Wagen mit einer Klapptrage und einer Notfalltasche (diese enthält Verbandmaterial, Schienen etc.). Der B-KTW kommt bei Leichtverletzten zum Einsatz und nur wenn kein anderes Rettungsmittel vorhanden ist.
Rettungstransportwagen (RTW):
Ist zum Transport von Patienten gedacht, deren Leben akut gefährdet ist. Wenn nicht ganz klar ist, wie gefährlich eine Verletzung ist, wird in der Regel ein RTW geschickt. Der Fahrer muß mindestens RS sein und der Beifahrer Rettungsassistent (RA). Ein Rettungswagen kommt in der Regel bei idealen Bedingungen (keine vereisten Fahrbahnen, nicht zuviel Verkehr) innerhalb von 5-7 Minuten zu jedem Punkt in Bonn, da er Sonderrechte anwenden darf (erkennbar an dem blauen Blinklicht und dem Martinshorn). In ländlichen Gegenden kann das auch schon mal länger dauern. In Bonn haben wir vier Feuerwachen, bei denen auch jeweils einige Rettungswagen stehen. Das Personal für die Rettungswagen wird zum Teil von den vier Hilfsorganisationen (ASB, DRK, JUH, MHD) gestellt und zum Teil von der Feuerwehr.
Notarztwagen (NAW):
Ist ein Rettungswagen, auf dem sich zusätzlich ein Notarzt (NA) befindet. Kommt in Bonn kaum zur Anwendung.
Notarzteinsatzfahrzeug (NEF):
Kann keine Patienten transportieren. Ist lediglich dazu gedacht, den NA und sein Material schnell zu einem Einsatzort zu bringen. Der Fahrer ist in Bonn in der Regel RA. In Bonn gibt es zwei Notärzte, die sich das Stadtgebiet in Süd und Nord aufgeteilt haben. Sollte einmal ein dritter Notarzt benötigt werden, dann greift man auf die Hilfsorganisationen, den Rhein-Sieg-Kreis oder auf den Christoph 3 (Rettungshubschrauber) aus Köln zurück.
Rettungshubschrauber (RTH):
Dient zum schnellen Transport von Patienten (bei weiten Wegen in ländlichen Gegenden oder zu Spezialkliniken und bei Schwerverletzten), zum Transport von medizinischen Geräten, Blut oder Organen und als Notarztzubringer. Für den Bereich Bonn/Rhein-Sieg ist der Christoph 3 in Köln zuständig. Besetzt ist der RTH mit einem Piloten, einem NA und 1-2 RA's, die eine spezielle Zusatzausbildung für den Einsatz im RTH haben.
Mannschaftstransportwagen (MTW):
Ist ein meist 9-sitziger Kastenwagen/Van/Kleinbus. Er dient zum Transport von Einsatzkräften zu Diensten oder Schadensereignissen. Der Fahrer braucht als Mindestqualifikation den Sanitätshelfer (SanH) und muß mindestens über ein halbes Jahr Fahrpraxis verfügen.
Unfallhilfsstellen-Anhänger (UHS):
Dies ist eine mobile Unfallhilfsstelle (Behandlungsraum für Patienten, die nicht unbedingt ins Krankenhaus müssen). Das ganze ist auf einem Anhänger installiert. Es können mehrere Patienten gleichzeitig liegend behandelt werden. Das Personal setzt sich in der Regel aus SanH zusammen, gegebenenfalls kann auch ein Arzt (je nach Lage) hinzugezogen werden. Je nach örtlichen Gegebenheiten verwenden wir auch Zelte als Unfallhilfsstellen.
Kraftrad (Krad):
Wird entweder mit einem RS besetzt und als "First Responder" eingesetzt. Wenn ein KTW/RTW/NAW/NEF noch was länger braucht, leistet dieser schon mal Erste Hilfe. Alternativ wird es mit einem SanH besetzt und als Meldekrad eingesetzt. Dieses transportiert dann Unterlagen (Transportberichte) oder kleinere Mengen Material (Infusionen, Verbandsmittel).
Einsatzleitwagen (ELW):
Dies ist ein zweigeteilter Wagen. Mit vier Funkgeräten, Telefon und Fax ausgestattet. Auf der einen Seite sitzt Fernmeldepersonal an zwei Funktischen und auf der anderen Seite (durch eine Wand getrennt) sitzen Führungskräfte. Hierüber wird entweder der ganze Einsatz, oder aber bei Großeinsätzen ein Einsatzabschnitt, geführt.
Betreuungslastkraftwagen (BtLKW):
Der Betreuungslastkraftwagen dient der Verpflegung von Einsatzkräften oder Hilfsbedürftigen. Grundsätzlich erfolgt die Zubereitung und Ausgabe der Verpflegung an stationären Einrichtungen mit Strom- und Wasserversorgung. Die mitgeführte Ausstattung erlaubt aber auch einen unabhängigen Betrieb. Neben dem Transport des notwendigen Materials und des Verpflegungstrupps, kann der BtLKW nach Aufbau des Feldkochherdes und des Zeltes zum Transport von Lebensmittel und bis zu 2000 Liter Trinkwasser eingesetzt werden. Die zubereitete Verpflegung kann in isolierten Speisebehältern auch zu entfernten Ausgabestellen transportiert werden Dieses Fahrzeug gehört ebenfalls der Einsatzeinheit an.
Gerätewagen-Technik (GW-Technik):
Der Gerätewagen-Technik der Material zum Errichten und Betreiben eines Behandlungsplatzes geladen hat oder/und auch umfangreiches Material und Werkzeug mitführt, um direkt im Schadensgebiet effektiv Hilfe leisten zu können. Der GW Technik dient der Schnelleinsatzgruppe Technik und Sicherheit als Einsatzfahrzeug. Die TeSi ist ein fester Bestandteil einer Einsatzeinheit im DRK.
Gerätewagen Sanitätsdienst (GW-SAN):
Der Gerätewagen Sanitätsdienst (GW-San) ist ein Fahrzeug der Hilfsorganisationen, das Material zum Errichten und Betreiben eines Behandlungsplatzes geladen hat oder/und auch umfangreiches Material mitführt, um direkt im Schadensgebiet effektiv medizinische Hilfe leisten zu können. Beladung ist neben einer technischen Grundausstattung wie Stromerzeuger, Leuchtmittel, Absperrmaterial und Werkzeugen auch erhebliche sanitätsdienstliche Ausstattung wie Rettungsmittel (Schaufeltragen, Vakuummatratzen, Spineboards), Klapptragen, Notfall-Rucksäcke, größere Mengen Sauerstoff, Beatmungsgeräte, Zelte, Zeltmaterial, Heizungen und Behandlungskisten vorhanden, so dass diese Fahrzeuge optimal bei einem Massenanfall von Verletzten oder bei größeren Sanitätswachdiensten eingesetzt werden können. Zumeist stellen – soweit vorhanden – die GW-SAN auch die zentrale Einheit für den Behandlungsplatz oder auch den Betrieb einer Patientenablage im Rahmen einer Einsatzeinheit dar.
